2011 Energieforschungserhebung Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich. Erhebung für die IEA (externer Inhalt)
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Die Ausgaben der öffentlichen Hand für Energieforschung in Österreich erreichten 2011 mit 120,8 Mio. Euro wieder annähernd den Betrag von 2010. Dies zeigt die vorliegende Erhebung, die jährlich von der Österreichischen Energieagentur im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie durchgeführt wird. Damit konnte das hohe Niveau der F&E-Aktivitäten, die durch eine Vervierfachung der Mittel innerhalb von nur vier Jahren von 2007 bis 2010 substanziell gesteigert wurden, für ein weiteres Jahr abgesichert werden. Betrachtet man jedoch die Herkunft der Mittel und den Einsatzzweck, gab es wesentliche Verschiebungen: n Energieeffizienz gewinnt weiter an Bedeutung: Bei annähernd konstanten Gesamtausgaben der öffentlichen Hand für Energieforschung stieg der Anteil der Fördermittel für Energieeffizienz von 46,0% im Jahr 2010 auf 52,7% im Jahr 2011 (+ 8 Mio. Euro). Die Schwerpunkte liegen bei Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie Gebäuden. n Solarenergie überholt die Bioenergie: Im Jahr 2011 erreichen die Ausgaben für den Bereich Solarenergie einen Anteil von 50,4% (absolut: 16,5 Mio. Euro) bei den erneuerbaren Energieträgern und sind damit erstmals höher als jene für Bioenergie (40,9%). Den überwiegenden Teil der Ausgaben stellten wie bisher direkte Finanzierungen durch Förderstellen dar (Bund, Länder, Fonds), den verbleibenden Anteil von etwa einem Fünftel machte die mit Bundes- bzw. Landesmitteln finanzierte Eigenforschung an außeruniversitären Forschungseinrichtungen, an Universitäten und Fachhochschulen aus. Der Klima- und Energiefonds (KLIEN) konzipierte mit dem Programm Neue Energien 2020 mit Mitteln von über 36 Mio. Euro das zentrale Energieforschungsprogramm in Österreich. Dieses Programm wird, wie auch andere Programme der Bundesministerien und des KLIEN, über die FFG abgewickelt, die im Jahr 2011 Verträge im Umfang von 89 Mio. Euro für F&E-Projekte aus dem Energiebereich errichtete und damit die mit Abstand wichtigste Abwicklungsstelle für Projektfinanzierungen ist. Bemerkenswert ist auch die weitere starke Zunahme der Nachfrage nach Mitteln aus den Basisprogrammen der FFG. Im Energiebereich wurden so zusätzlich über 15 Mio. Euro abgerufen. Die Ausgaben der einzelnen Bundesländer schwanken – bis auf Oberösterreich – von Jahr zu Jahr beträchtlich. In der Gesamtsumme aller Länder fand 2011 ein deutlicher Rückgang auf ein Drittel verglichen mit 2010 statt. Dies kann als Hinweis gedeutet werden, dass die Länder üblicherweise über keine längerfristig angelegten und dotierten Energieforschungsbudgets verfügen. Bei den Forschungseinrichtungen konnte neben der Technischen Universität Wien insbesondere das Austrian Institute of Technology (AIT) deutlich mehr Eigenmittel als bisher für den Energiebereich einsetzen. Beim AIT macht dieser Anteil mittlerweile über 11 Mio. Euro aus – eine sehr positive Entwicklung, da der Vorgänger ARC Seibersdorf mit arsenal research bis 2008 jeweils immer nur unter 2 Mio. Euro jährlich aufweisen konnte. Diese Zahlen sagen jedoch wenig über den Gesamtumfang der energiebezogenen Tätigkeiten der Forschungseinrichtungen aus, da drittmittelfinanzierte Projekte (Industrie, FFG, FWF, EU etc.) nicht erfasst wurden.

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