2013 Energieforschungserhebung Ausgaben der öffentlichen Hand in Österreich. Erhebung für die IEA (externer Inhalt)
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Die Mitgliedschaft bei der Internationalen Energieagentur (IEA) verpflichtet Österreich zur jährlichen Erfassung aller in Österreich durchgeführten Forschungs‐, Entwicklungs‐ und Demonstrationsprojekte im Energiebereich, die mit Mitteln der öffentlichen Hand finanziert wurden. Die Österreichische Energieagentur wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie mit der Erhebung und Auswertung dieser Daten beauftragt. Von der Österreichischen Energieagentur wurden dazu Fragebögen versendet und auch bei Forschungsförderinstitutionen vor Ort bzw. in Datenbanken energierelevante Projekte erhoben. Die fast 1.100 identifizierten Aktivitäten wurden thematisch zugeteilt – hierfür steht ein Themenkatalog der IEA zur Verfügung, der über 140 Subthemen enthält und internationale Vergleichbarkeit ermöglicht.   Die so ermittelten Ausgaben der öffentlichen Hand für Energieforschung in Österreich lagen 2013 mit 124,6 Mio. Euro um ca. 4,5 Mio. Euro über dem Betrag von 2012. Eine detaillierte Betrachtung der Themen und ihrer zeitlichen Entwicklung zeigt, dass die Ausgaben der drei österreichischen Schwerpunktthemen der Ener‐ gieforschung der letzten Jahre – Energieeffizienz, erneuerbare Energieträger sowie Übertragung und Speicher – in etwa konstant zu den beiden Vorjahren blieb. Jedoch wurden deutliche Verschiebungen innerhalb dieser drei Prioritäten sichtbar:

  • Die Ausgaben für Forschung, Entwicklung und erstmalige Demonstration im Bereich Energieeffizienz blieben auf dem Niveau von 2012 und machten im Jahr 2013 55,6 Mio. Euro aus. Der Bereich Gebäude stellt mit Ausgaben von ca. 16 Mio. Euro den bedeutendsten Bereich der Energieeffizienz dar. Im Transport und Verkehr wurden 2013 verglichen mit 2011 um ca. 27 Mio. Euro weniger an Mitteln ein‐ gesetzt, die Ausgaben fielen auf 10,3 Mio. Euro.  
  • Der Bereich Erneuerbare Energieträger stellt nach wie vor den zweitgrößten Themenbereich dar, der sich 2013 verglichen mit dem Vorjahr um 1,2 Mio. Euro auf 29,5 Mio. Euro steigern konnte. Bioenergie verzeichnete 2013 einen besonders deutlichen Rückgang, Sonnenenergie und insbesondere die Wasserkraftnutzung (4,3 Mio. Euro) nahmen verglichen mit 2012 deutlich zu. Die Aufwendungen für Solares Heizen und Kühlen nahmen auch im Jahr 2013 weiter ab und markierten mit nur 1,1 Mio. Euro einen Tiefstand der letzten Jahre. Der Fokus im Solarbereich lag klar bei PV (11,1 Mio. Euro).
  • Übertragungs‐ und Speichertechnologien wiesen in Summe etwa 23 Mio. Euro auf. Der Fokus lag bei den elektrischen Netzen (14,7 Mio. Euro). Bei den Speichertechnologien adressieren die erfassten Projekte die Stromspeicherung wie auch die Speicherung von Wärme mit jeweils etwa 2,5 Mio. Euro; Erzeugung und Speicherung von Wasserstoff konnte deutliche Zuwächse auf 3,5 Mio. Euro erzielen. Etwa drei Viertel der Ausgaben stellten wie bisher direkte Finanzierungen durch Förderstellen dar, den verbleibenden Anteil von rund einem Viertel machte die mit Bundes‐  bzw. Landesmitteln grundfinanzierte Eigenforschung an Forschungseinrichtungen aus. Insbesondere die Finanzierungen durch den Klima‐  und Energiefonds sind im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich gestiegen. Stark zurückgegangen sind hingegen die Aus‐ gaben der Bundesländer. Die Gesamtaufwendungen konnten aber das vierte Jahr in Folge auf dem in der Österreichischen Energieforschungsstrategie im Jahr 2010 formulierten Niveau gehalten werden. Forscherinnen und Forscher sind allerdings in hohem Ausmaß auf die Finanzierung durch Einzelprojekte angewiesen – die Grundfinanzierung für den gesicherten Auf‐  und Ausbau der Forschungsinfrastruktur konnte in den letzten Jahren mit der gestiegenen Bedeutung einer zuverlässigen, leistbaren und nachhaltigen Energieversorgung und damit verbundenen notwendigen Aktivitäten in der Energieforschung nicht Schritt halten.
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